Per­spek­ti­ve für idyl­li­sches Vier­tel

Arti­kel aus dem Hal­ler Kreis­blatt, 19.03.2015. Poli­tik gibt Rah­men­pla­nung in Auf­trag / Park­an­la­ge soll gesi­chert wer­den.

20150319 - HK - Perspektive für idyllisches Viertel - 1200x

Per­spek­ti­ve für idyl­li­sches Vier­tel

Poli­tik gibt Rah­men­pla­nung in Auf­trag / Park­an­la­ge soll gesi­chert wer­den

Hal­le (maut). Das Vier­tel ist so reiz­voll wie bunt und über Jahr­zehn­te gewach­sen — dar­um will die Stadt Hal­le jetzt die Per­spek­ti­ve für das Gebiet zwi­schen Lan­ger Stra­ße, Olden­dor­fer Stra­ße, Wal­den­bur­ger Stra­ße und Am Lai­bach sichern und sinn­vol­le Akzen­te set­zen. Am Diens­tag­abend stell­te Pla­ner Roger Loh im Aus­schuss für Pla­nung und Stadt­ent­wick­lung ers­te Über­le­gun­gen für einen Bebau­ungs­plan vor — und traf auf ein­mü­ti­ge Begeis­te­rung über die Frak­tio­nen hin­weg.

Der Pla­ner vom Büro Tisch­mann und Schroo­ten hat­te das 8,7 Hekt­ar gro­ße Plan­ge­biet in die Zonen Nord, Ost und Mit­te auf­ge­teilt und zeig­te in sei­nem Vor­trag die jewei­li­gen Zukunfts­per­spek­ti­ven auf. „Es ist sinn­voll, aktiv zu pla­nen — schon ein Eigen­tü­mer­wech­sel kann Hand­lungs­be­darf aus­lö­sen und das Vier­tel ver­än­dern. Dar­um soll­ten wir die pri­va­ten Ent­wick­lungs­ab­sich­ten in die­sem Bereich ken­nen­ler­nen“, sag­te Loh. Gene­rell lie­ge der Fokus in die­sem Vier­tel auf der Innen­ent­wick­lung, auf der Bestands­si­che­rung — und auf dem Erhalt der Grün­flä­chen.

Letz­te­re ste­hen beson­ders im Nor­den im Fokus, wo eine wun­der­schö­ne Park­an­la­ge und eine Kin­der­ta­ges­stät­te ange­sie­delt sind. „Die­se schö­ne Flä­che soll­ten wir sichern, wie sie ist. Die Stadt­fas­sa­de und der wei­te Park ste­hen sich gegen­über, das passt“, sag­te der Pla­ner. Es gehe allen­falls um maß­vol­le Ent­wick­lung, bei­spiels­wei­se durch Erwei­te­rungs­op­tio­nen für die vor­han­de­nen Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser.

Für den Bereich »Mit­te« zwi­schen Bach­stra­ße und Am Lai­bach emp­fahl Loh eben­falls die Siche­rung der Bau­struk­tur, allen­falls ein­zel­ne Bau­lü­cken könn­ten noch geschlos­sen wer­den. Am meis­ten Hand­lungs­be­darf und vie­le Optio­nen hat der Pla­ner im Osten des Gebie­tes aus­ge­macht: „Der Bereich ist bunt, aber schwie­rig, mit gewerb­li­chen Struk­tu­ren und Wohn­be­bau­ung. Wir emp­feh­len ein Misch­ge­biet und die Siche­rung stadt­bild­prä­gen­der Bäu­me.“

Zugleich böten die in die­sem Bereich vor­han­de­nen tie­fen Gär­ten mit Aus­ma­ßen von zum Teil 40 bis 60 Metern Mög­lich­kei­ten zur bau­li­chen Ent­wick­lung und Ver­dich­tung. „Da wären Model­le denk­bar, die natür­lich eine Abspra­che der Eigen­tü­mer der süd­lich und nörd­lich angren­zen­den Grund­stü­cke vor­aus­set­zen“, so Loh. Fünf Ein­fa­mi­li­en­häu­ser könn­ten aber ent­ste­hen.

Die Poli­tik zeig­te sich mit dem Aus­blick ein­ver­stan­den, die Aus­schuss­vor­sit­zen­de Ulri­ke Som­mer (SPD) konn­te sich dabei einen klei­nen Sei­ten­hieb gegen die Hal­ler Stadt­par­kinitia­ti­ve nicht ver­knei­fen: „Ich hät­te mit gewünscht, dass sie heu­te hier zuge­hört hät­ten: Wir haben doch einen tol­len Park dort.“ Ein­stim­mig votier­te der Aus­schuss dafür, eine ers­te Rah­men­pla­nung erstel­len zu las­sen und die ver­schie­de­nen Optio­nen der Öffent­lich­keit zu prä­sen­tie­ren

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Wohn­ge­biet mit Idyl­le pur: Zwi­schen Wal­den­bur­ger Stra­ße, Olden­dor­fer Stra­ße, Lan­ger Stra­ße und Am Lai­bach herr­schen hohe Wohn- und Lebens­qua­li­tät. FOTO: H. GONTEK

 

Kom­men­tar der Stadt­par­kinitia­ti­ve
Sie­he hier­zu die Arti­kel: »Feind­se­li­ge Hal­tung« und „Hat die SPD Angst vor sich selbst?“