LESERBRIEF: „Hat die SPD Angst vor sich selbst?“

Leser­brief aus dem Hal­ler Kreis­blatt, 24.03.2015. Zu unse­rer Bericht­erstat­tung über die Sit­zung des Aus­schuss für Pla­nung und Stadt­ent­wick­lung und die dort ange­spro­che­ne Siche­rung der Park­an­la­ge erhielt die Redak­ti­on fol­gen­den Leser­brief.

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Hat die SPD Angst vor sich selbst?“

Zu unse­rer Bericht­erstat­tung über die Sit­zung des Aus­schuss für Pla­nung und Stadt­ent­wick­lung und die dort ange­spro­che­ne Siche­rung der Park­an­la­ge erhielt die Redak­ti­on fol­gen­den Leser­brief.

Da soll also auf Antrag der SPD die Grün­flä­che am Quell­teich des Lai­bachs „pla­ne­risch gesi­chert“ wer­den. Da fra­gen wir uns von der Stadt­par­kinitia­ti­ve: War die denn gefähr­det? Und wenn ja, durch wen? Sie steht doch im Eigen­tum der Stadt, also von uns allen. Hat denn die SPD in Zei­ten all­ge­mei­ner Bau­ver­dich­tung und Besei­ti­gung der letz­ten Frei­flä­chen in Hal­le Angst vor sich selbst? Angst, dass mit ihnen die Pfer­de durch­ge­hen und sie auch noch die­ses Bach­tal zur Bebau­ung frei­ge­ben? Die SPD und der Aus­schuss will sich qua­si vor sich selbst schüt­zen. Bra­vo, Frau Som­mer (Ulri­ke Som­mer, Aus­schuss­vor­sit­zen­de; d. Red.), tol­le Leis­tung! Sie wirft der Stadt­par­kinitia­ti­ve in der letz­ten Pla­nungs- und Stadt­ent­wick­lungs­aus­schuss­sit­zung vor, zur Bewun­de­rung ihrer Akti­vi­tä­ten der Lai­bach-Grün­flä­che nicht anwe­send zu sein.

Was steckt hin­ter ihrem öffent­li­chen Sei­ten­hieb, hin­ter der ableh­nen­den, um nicht zu sagen, feind­se­li­gen Hal­tung gegen unse­re Stadt­par­kinitia­ti­ve?
Frau Som­mer und ihre SPD hal­ten die Grün­flä­che am Quell­teich und den alten Fried­hof an der Bahn­hof­stra­ße als Erho­lungs- und Park­flä­chen in der Hal­ler Innen­stadt für aus­rei­chend. Schon längst sind die Plä­ne für eine Bebau­ung des Berufs­schul­ge­län­des, der letz­ten gro­ßen Frei­flä­che im Zen­trum, geschmie­det. Bür­ger­be­tei­li­gung bei der Stadt­ent­wick­lung durch die Stadt­par­kinitia­ti­ve mit ihren mitt­ler­wei­le 800 Unter­stüt­zern ist bei der SPD offen­kun­dig uner­wünscht. Ande­re Mei­nun­gen wer­den igno­riert und lächer­lich gemacht.

Es scheint tat­säch­lich so zu sein, dass Bür­ger­mei­nung nur dann gefragt ist, wenn Wah­len anste­hen. Die Hal­ler Stadt­par­kinitia­ti­ve wird wei­ter dafür kämp­fen, dass in Hal­les Innen­stadt nicht auch noch die letz­te gro­ße Öffent­li­chen Grün­flä­che ver­schwin­det, die sich noch für die Ent­wick­lung eines Parks eig­net. Wir wol­len eine lebens­wer­te Stadt, in der man noch Erho­lungs­flä­chen fin­det, wo man Natur erle­ben und Ruhe fin­den kann. Zu einem Hal­le zum Wohl­füh­len gehört für uns ein Stadt­park mit­ten im Zen­trum.

Und, Frau Som­mer, schau­en Sie doch mal über den Tel­ler­rand hin­aus in die Nach­bar­ge­mein­den. Dort weiß man, was zur Daseins­vor­sor­ge gehört und eine Stadt lebens­wert macht.

Stadt­par­kinitia­ti­ve Hal­le
Gise­la Bült­mann
Hart­mut Lüker

Leser­brie­fe geben nicht die Mei­nung der Redak­ti­on wie­der. Wir behal­ten uns vor, ein­ge­sand­te Zuschrif­ten zu kür­zen.

 

Kom­men­tar der Stadt­par­kinitia­ti­ve
Sie­he hier­zu den Pres­se­ar­ti­kel: Per­spek­ti­ve für idyl­li­sches Vier­tel