»Hoff­nungs­trä­ger« für Stadt­park

Arti­kel aus dem Hal­ler Kreis­blatt, 06.11.2015.  Bür­ger­initia­ti­ve fühlt sich im Rat­haus über­gan­gen — Antrag ein­ge­reicht.

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»Hoff­nungs­trä­ger« für Stadt­park

Bür­ger­initia­ti­ve fühlt sich im Rat­haus über­gan­gen — Antrag ein­ge­reicht.

Hal­le (kg). Vor voll­ende­te Tat­sa­chen gestellt fühlt sich die Initia­ti­ve Stadt­park Hal­le. »Die Bür­ger wer­den nicht ernst genom­men«‚ ärgern sich Gise­la Bült­mann, Hart­mut Lüker und ihre Mit­strei­ter dar­über, dass der Pla­nungs­aus­schuss am Don­ners­tag über eine Bebau­ung des Berufs­kol­leg­ge­län­des mit mehr­ge­schos­si­gen Häu­sern, Stra­ßen und Park­plät­zen ent­schei­det.

Mit einem klei­nen Akt von »Gue­ril­la-Gar­de­ning« hat die Initia­ti­ve ges­tern ein Signal gesetzt. Die Park-Befür­wor­ter haben einen Apfel­baum auf das städ­ti­sche Are­al hin­ter dem Berufs­kol­leg-Zaun gepflanzt, einen »Ravens­ber­ger Apfel«. Als »Zei­chen der Hoff­nung, dass die Poli­ti­ker in Hal­le Lösun­gen fin­den, die sowohl den Bedarf an Wohn­raum berück­sich­ti­gen als auch den Erhalt der letz­ten gro­ßen Grün­flä­che ermög­li­chen«‚ wie Hart­mut Lüker sag­te.

»Wir kom­men über­haupt nicht vor in der Dis­kus­si­on«, empört sich Gise­la Gey­er ange­sichts einer schrift­li­chen Anre­gung, die die Initia­ti­ve am Mitt­woch recht­zei­tig zur Rats­sit­zung for­mu­liert habe. In die­sem Schrei­ben for­dert die Initia­ti­ve, dass das The­ma »Stadt­na­hes Woh­nen« aus­schließ­lich im Rah­men des erst am 21. Okto­ber beschlos­se­nen Inte­grier­ten Stadt­ent­wick­lungs­kon­zep­tes (ISEK) behan­delt wer­den sol­le. Denn die von der Ver­wal­tung vor­ge­schla­ge­ne Bebau­ung des Gelän­des wür­de die letz­te Mög­lich­keit eines Innen­stadt­par­kes zunich­te machen. Die Fra­ge, wo die Stadt aber zukünf­ti­ges Woh­nen ermög­li­chen wol­le und wo Grün- oder Erho­lungs­flä­chen erhal­ten und ent­wi­ckelt wer­den soll­ten, sei aber wesent­li­cher Bestand­teil eines sol­chen Kon­zep­tes.

Die Bür­ger­meis­te­rin habe den Antrag in der Sit­zung nicht ein­mal erwähnt. Des­halb müs­se man anneh­men, dass man Bür­ger­rech­te »bewusst miss­ach­ten will«. Kai Thö­ne: »Uns fehlt die Trans­pa­renz«.

Die Stadt­park-Initia­ti­ve fühlt sich durch annä­hernd 1000 Unter­stüt­zer der Idee gestärkt. Sie hofft, dass eini­ge von ihnen am Don­ners­tag die Dis­kus­si­on in der Sit­zung des Pla­nungs- und Stadt­ent­wick­lungs­aus­schus­ses (Beginn um 17.15 Uhr im Rat­haus) vor Ort ver­fol­gen.

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Haben einen Hoff­nungs­trä­ger gepflanzt: (von links) Gise­la Gey­er, Gise­la Bült­mann, Ulri­ke Mül­ler-Dous­sier, Hart­mut Lüker, Kai Thö­ne, Mari­on Abel und Andre­as Bült­mann. Foto: Klau­dia Genuit-Thies­sen