Ein­deu­ti­ges Ja nur von den Grü­nen

Arti­kel aus dem Hal­ler-Kreis­blatt, 15.5.2014. Kaum kla­re Aus­sa­gen auf Wahl­prüf­is­tei­ne der Stadt­par­kinitia­ti­ve.

20140515 - HK - Eindeutiges Ja nur von den Grünen - 1800x

Ein­deu­ti­ges Ja nur von den Grü­nen

Kaum kla­re Aus­sa­gen auf Wahl­prüf­is­tei­ne der Stadt­par­kinitia­ti­ve

VON ROLF UHLEMEIER

Hal­le. Drei »Wahl­prüf­stei­ne« hat­te die Stadt­par­kinitia­ti­ve den sechs Hal­ler Par­tei­en, die bei der Kom­mu­nal­wahl am 25. Mai auf die Gunst der Bür­ger hof­fen, geschickt und um eine Beant­wor­tung der Fra­gen bis zum 5. Mai gebe­ten. Das Ergeb­nis ist aus Sicht der Initia­ti­ve eher unbe­frie­di­gend. Ein Teil der Ant­wor­ten traf mit deut­li­cher Ver­spä­tung ein und kon­kre­te Aus­sa­gen blie­ben weit­ge­hend aus.

Dabei hat­te die Initia­ti­ve ihre drei Fra­gen klar und ein­deu­tig for­mu­liert. »Sind Sie dafür, das Gelän­de zwi­schen Berufs­kol­leg und Bahn­li­nie von Bebau­ung frei­zu­hal­ten und dort einen Stadt­park zu ent­wi­ckeln?«, war die zen­tra­le Fra­ge. Zudem woll­te die Initia­ti­ve wis­sen, wo nach Ansicht der Par­tei­en ein Aus­gleich für den Grün­flä­chen­ver­lust in der Innen­stadt erfol­gen sol­le und wo dort Mög­lich­kei­ten für zukunfts­ori­en­tier­tes Woh­nen gese­hen wer­den.

Ein­deu­tig posi­tio­niert haben sich die Grü­nen, die sich ohne Wenn und Aber für die Ent­wick­lung eines Stadt­parks ein­set­zen. Wei­te­re Poten­zi­al­flä­chen sieht die Par­tei nicht und ver­or­tet zukunfts­ori­en­tier­tes Woh­nen künf­tig eher im Bereich der in eini­gen Jah­ren ent­las­te­ten B68 bezie­hungs­wei­se auf dem Bor­gers-Gelän­de.

Die STU sieht kei­ne Chan­ce für die aus­schließ­li­che Nut­zung der flä­che als Park­ge­län­de und schlägt eine Misch­nut­zung mit Wohn­raum für Senio­ren und Grün­flä­chen vor. Zudem setzt sich die Par­tei für die Zusam­men­le­gung des Land­rats­gar­tens mit der ver­blie­be­nen Park­flä­che am Markt­kauf sowie zukunfts­ori­en­tier­tes Woh­nen im inner­städ­ti­schen Bereich zwi­schen Rosen­stra­ße und Let­tow-Vor­beck-Stra­ße ein.

CDU, SPD und UWG ver­wei­sen dar­auf, dass sich die Flä­che im Besitz des Krei­ses befin­det und der­zeit noch kei­ne kon­kre­ten Aus­sa­gen dar­über getrof­fen wer­den könn­ten, wie das Are­al künf­tig genutzt wird. Die drei Par­tei­en sind sich dar­in einig, dass bei der Dis­kus­si­on über die städ­te­bau­li­che Nut­zung des Frei­ge­län­des der Stand­punkt der Stadt­par­kinitia­ti­ve ein­be­zo­gen wird, erklä­ren aber nicht, ob sie für oder gegen einen Park sind und ver­wei­sen dar­auf, dass es im Hal­ler Innen­stadt­be­reich an alters­ge­rech­tem Wohn­raum man­gelt.

Am 7. Mai haben Gise­la Bült­mann und Hart­mut Lüker mit Ver­tre­tern des Krei­ses über die Flä­che am Berufs­kol­leg gespro­chen. Nach Anga­ben der Initia­ti­ve erklär­te Käm­me­rer Ingo Klei­ne­be­kel der Kreis wer­de die Flä­che nur zu einem ange­mes­se­nen Preis im Bereich bebau­ba­rer Flä­che zwi­schen 125 und 145 Euro pro Qua­drat­me­ter ver­äu­ßern. Zudem erklär­ten die Ver­tre­ter der Kreis­ver­wal­tung, dass eine Öff­nung des Gelän­des wie von der SPD vor­ge­schla­gen nicht in Fra­ge kom­me. Dage­gen sprä­chen Ver­kehrs­si­che­rungs­pflich­ten, Van­da­lis­mus und der­glei­chen mehr. Laut Line­back­er fin­det in dem Bereich der­zeit eine Stand­ort­un­ter­su­chung statt, die vom Hal­ler Pla­nungs- und Stadt­ent­wick­lungs­aus­schuss sowie der Ver­wal­tung beglei­tet wer­de.

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Stadt­par­kinitia­ti­ve hat bereits 550 Unter­stüt­zer. Die Mit­glie­der der Stadt­par­kinitia­ti­ve — von links: Kai Thö­ne, Gise­la Bült­mann, Hart­mut Lüker und Gise­la Gey­er wer­fen einen Blick auf die vie­len unter­zeich­ne­ten Unter­schrif­ten­bö­gen. FOTO: R. UHLEMEIER