Bewer­bung für Lea­der geschei­tert

Arti­kel aus dem West­fa­len-Blatt, 06–07.06.2015. »GT 9« ohne För­de­rung.

20150606 - WB - Bewerbung für Leader gescheitert - 300x

Bewer­bung für Lea­der geschei­tert

»GT 9« ohne För­de­rung

Kreis Güters­loh (WB). Die Bewer­bung von »GT 9« war nicht erfolg­reich: Bei dem LEA­DER-Bewer­bungs­pro­zess hat­ten sich neun Kom­mu­nen aus dem Kreis Güters­loh. um euro­päi­sche För­der­mit­tel bewor­ben. Jetzt hat das Land NRW die Sie­ger bekannt gege­ben. Der Kreis Güters­loh wur­de nicht berück­sich­tigt.

28 Bewer­bun­gen um 75 Mil­lio­nen Euro För­der­geld kom­men zum Zug, die Bewer­bung »GT 9« gehört nicht dazu. Ein Exper­ten­gre­mi­um auf Lan­des­ebe­ne hat­te die Bewer­bun­gen gesich­tet. »Natür­lich bedaue­re ich die Ent­schei­dung sehr. Wir hat­ten zusam­men mit sehr vie­len Mit­strei­tern ein tol­les Kon­zept mit vie­len her­vor­ra­gen­den Pro­jek­ten auf den Tisch gelegt«‚ erklär­te Land­rat Sven-Georg Ade­nau­er.

»Aber wir sind auch fai­re Ver­lie­rer und ich gra­tu­lie­re den Gewin­nern ganz herz­lich. Es war von Anfang an klar, dass eine gan­ze Rei­he von Bewer­bern leer aus­ge­hen wür­de und die Chan­cen der nicht ganz so wirt­schaft­lich star­ken Regio­nen wohl grö­ßer sein wür­den.«

Beim Blick auf die Kar­te der erfolg­rei­chen Regio­nen fallt auf, dass vie­le an der Lan­des­gren­ze von Ost­west­fa­len, in der Eifel und im Sau­er- und Sie­ger­land den Zuschlag erhal­ten haben. »Wir ste­cken jetzt des­we­gen den Kopf nicht in den Sand. Wir wer­den die Leit­pro­jek­te wei­ter ver­fol­gen und uns nach alter­na­ti­ven För­der­mög­lich­kei­ten umschau­en«, erklär­te Wil­helm Grö­ver, Lei­ter der Abtei­lung Umwelt. Er hat­te maß­geb­lich an der Bewer­bung mit­ge­schrie­ben.

Maxi­mal 3,45 Mil­lio­nen Euro an För­der­sum­me hät­te »GT 9« für die Pro­jek­te bei der Euro­päi­schen Uni­on über sechs Jah­re ver­teilt ein­sam­meln kön­nen. Für »GT 9« hat­ten sich Vers­mold, Wert­her, Hal­le, Borg­holz­hau­sen, Güters­loh, Har­se­win­kel, Her­ze­b­rock-Clar­holz, Lan­gen­berg und Riet­berg zusam­men geschlos­sen.

Mit 170 000 Ein­woh­nern ‚ist »GT 9« eine der gro­ßen Regio­nen, die sich am Wett­be­werb betei­li­gen.

Vie­le der Kon­kur­ren­ten bestehen nur aus drei oder vier Kom­mu­nen. Grö­ver erin­ner­te ange­sichts des Briefs aus Düs­sel­dorf, in dem Umwelt­mi­nis­ter Johan­nes Rem­mel den Land­rat über den Aus­gang des Bewer­bungs­pro­zes­ses infor­miert, an die GT-9-Abschluss­ver­an­stal­tung im Janu­ar und an die Wor­te von Bür­ger­meis­te­rin Susan­ne Mit­tag (Lan­gen­berg): »Wir haben schon gewon­nen, egal. wie der Wett­be­werb aus­geht.« Allein die Arbeit an der Bewer­bung habe dazu bei­getra­gen, dass etwa Lan­gen­berg und Güters­loh ein gemein­sa­mes Pro­jekt ent­wi­ckelt hät­ten.

 

Kom­men­tar der Stadt­par­kinitia­ti­ve

Sie­he hier­zu auch beim Kreis Güs­ters­loh: LEADER / Der Kreis Güters­loh hält es im Übri­gen (Stand: Juni 2015) für nicht erfor­der­lich auf sei­nen Sei­ten auf das Schei­tern der Bewer­bung hin­zu­wei­sen.