Auch Hal­le hofft auf EU-Gel­der

Arti­kel aus dem West­fa­len-Blatt, 20.01.2015. Neun Kom­mu­nen aus dem Kreis bewer­ben sich gemein­sam mit »GT9« beim »Leader«-Prozess.

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Auch Hal­le hofft auf EU-Gel­der

Neun Kom­mu­nen aus dem Kreis bewer­ben sich gemein­sam mit »GT9« beim »Leader«-Prozess

Kreis Güters­loh (WB/pes). Die Bewer­bung von »GT 9« steht: Zur Abschluss­ver­an­stal­tung des Lea­der-Bewer­bungs­pro­zes­ses sind mehr als 100 Weg­be­glei­ter und Inter­es­sier­te im Kreis­haus zusam­men­ge­kom­men. Neun Kom­mu­nen bewer­ben sich um euro­päi­sche För­der­mit­tel für den länd­li­chen Raum.

Mit­te Febru­ar wer­den die Unter lagen ein­ge­reicht. Zuver­sicht strahl­te am Ende Frank Schef­fer aus: Der Fach­be­reichs­lei­ter Bau­en und Umwelt des Krei­ses lob­te die Betei­lig­ten, sprach von einer qua­li­ta­tiv guten Bewer­bung, von guten Pro­jek­ten und vie­len Mit­strei­tern.
»Das sind alles The­men, die uns ohne­hin bewe­gen und die wir auch wei­ter ver­fol­gen für den unwahr­schein­li­chen Fall, dass wir nicht den Zuschlag erhal­ten.«

Hal­le bei­spiels­wei­se geht mit dem Pro­jekt »Kul­tur­land­schaft als Erho­lungs- und Erleb­nis­raum« ins Ren­nen. Hier geht es, gemein­sam mit den Nach­bar­kom­mu­nen, spe­zi­ell um Wei­ter­ent­wick­lun­gen des Natur­par­kes »Ter­ra Vita«. In Hal­le könn­te spe­zi­ell die künf­ti­ge Gestal­tung der ehe­ma­li­gen Müll­de­po­nie in Kün­se­beck The­ma sein. »Wir haben dazu ja schon mit den Kün­se­be­ckern zusam­men geses­sen und wün­schen uns eigent­lich mehr als nur eine Abde­ckung«‚ sagt Hal­les Bür­ger­meis­te­rin Anne Roden­brock-Wes­sel­mann. Als eine wei­te­re Maß­nah­me, aller­dings ohne Pro­jekt­pa­ten, hat als Vor­schlag ein mög­li­cher Stadt­park sei­nen Weg auf die Lis­te mög­li­cher Pro­jek­te gefun­den.

Mit­te des Jah­res ent­schei­det sich, wel­che der 40 Bewer­ber­re­gio­nen aus NRW in den Genuss der För­de­rung kom­men. 22 bis 24 Regio­nen wer­den geför­dert, maxi­mal 3‚45 Mil­lio­nen Euro an För­der­sum­me sind über sechs Jah­re ver­teilt mög­lich. Mit wel­chen The­men »GT 9« ins Ren­nen geht, stell­te das »Büro Schul­ten Stadt und Raum­ent­wick­lung«‚ das die Bewer­bung beglei­tet hat, zusam­men mit den Ver­ant­wort­li­chen im Kreis­haus vor.

Aus Borg­holz­hau­sen, Güters­loh, Hal­le, Har­se­win­kel, Her­ze­b­rock-Clar­holz, Lan­gen­berg, Riet­berg, Vers­mold und Wert­her sind zahl­rei­che Vor­schlä­ge ein­ge­gan­gen, aus denen für die Bewer­bung zwölf Leit­maß­nah­men und 14 wei­te­re Maß­nah­men aus­ge­wählt wor­den sind.

Eine »Will­kom­mens­kul­tur in der Regi­on« zu eta­blie­ren ist bei­spiels­wei­se eines der Leit­pro­jek­te. So sol­len unter ande­rem zuge­wan­der­te Kin­der und Jugend­li­che eine Start­hil­fe erhal­ten, damit sie mehr als bis­her am gesell­schaft­li­chen Leben teil­ha­ben kön­nen. Auch die Bil­dung eines kreis­wei­ten Sprach­lot­sen­pools ist ein Pro­jekt aus dem sozia­len Bereich, das zu die­ser Will­kom­mens­kul­tur bei­tra­gen soll.

»Ernäh­rungs­wis­sen für Kin­der« — bei­gesteu­ert von den Land­frau­en — und »Lösung von Genera­tio­nen­kon­flik­ten im länd­li­chen Raum« unter Mit­ar­beit der Kreis­hand­wer­ker­schaft sind wei­te­re Bei­spie­le.

Wie auch immer die Ent­schei­dung fal­len wird, »wir haben schon gewon­nen«, zog Susan­ne Mit­tag, Bür­ger­meis­te­rin von Lan­gen­berg, eine Zwi­schen­bi­lanz. Denn allein die Arbeit an der Bewer­bung habe bereits dazu bei­getra­gen, dass bei­spiels­wei­se Lan­gen­berg und Güters­loh ein gemein­sa­mes Pro­jekt ent­wi­ckelt hät­ten. Sie lob­te zudem den Kreis Güters­loh: »Es war rich­tig, dass der Kreis gesagt hat, wir koor­di­nie­ren das Gan­ze. Sonst wäre die Bewer­bung jetzt nicht auf Weg.«

Mit rund 170 000 Ein­woh­nern — aus Güters­loh sind nur Orts­tei­le dabei — ist »GT 9« eine der gro­ßen Regio­nen, die sich am Wett­be­werb betei­li­gen. Vie­le der Kon­kur­ren­ten bestehen nur aus drei oder vier Kom­mu­nen.

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Zu Beginn der Lea­der-Ver­an­stal­tung soll­ten die Teil­neh­mer ihren Wohn­ort auf der Kar­te mit einem Punkt ver­se­hen. Hier klebt gera­de Bern­hard Wal­ter, Lei­ter der Bio­lo­gi­schen Sta­ti­on Gütersloh/Bielefeld, der in Borg­holz­hau­sen wohnt. Foto: Kreis Güters­loh

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